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05. Oktober 2006
Der unnötige Warnstreik der DB AG führte heute früh (04.10.06) auch bei der ODEG zu starken Beeinträchtigungen im Berufsverkehr im Raum Berlin.
Die Gewerkschaft TRANSNET hatte bei der DB AG zu Warnstreiks aufgerufen, um gegen die aus ihrer Sicht gescheiterten Tarifverhandlungen zur Beschäftigungssicherung nach einem Börsengang der DB AG zu protestieren. Da es aber bis heute keine Entscheidung zum Börsengang der DB AG gibt und diese auch nicht in Kürze zu erwarten ist, hat die ODEG kein Verständnis für das Vorgehen der TRANSNET, das die unbeteiligten Fahrgäste aller Eisenbahnunternehmen trifft.
Dem Anschein nach will die TRANSNET politischen Druck ausüben, um die Trennung von Netz und Verkehr zu verhindern, die von vielen Experten und Unternehmen - auch von der ODEG - befürwortet wird. Damit würde es sich allerdings um einen nicht zulässigen politischen Streik handeln.
Besonders unverständlich ist es, dass auf Grund des Streiks zwei voll besetzte Züge der ODEG um 5:09 und 6:09 Uhr in Zernsdorf enden mussten und nicht bis Königs Wusterhausen fahren durften, wo Anschluss zur S-Bahn bestanden hätte. Leider waren auch die Busunternehmen in der morgendlichen Spitzenzeit nicht in der Lage, zusätzliche Busse bereit zu stellen.
Die ODEG ist ein Eisenbahnverkehrsunternehmen ist, das im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg und des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) Nahverkehrsleistungen auf der Schiene erbringt. Dabei nutzt die ODEG gegen Entgelt die Gleise und Bahnhöfe des DB AG-Konzerns. Der DB Station&Service AG gehören die Bahnhöfe und Bahnsteige und der DB Netz AG die Gleise.
Für Rückfragen stehen Ihnen Herr Kiehn unter 030 / 5 14 88 88-0 gern zur Verfügung.