ODEG Berlin/Brandenburg

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Archiv Pressemitteilungen aus Berlin-Brandenburg

04. Dezember 2006

Pkw prallte in Beeskow mit ODEG-Zug zusammen

Am Samstag, 02.12.06 kam es gegen 11:45 Uhr in der Ortslage Beeskow am Bahnübergang Vorheider Weg zu einem Zusammenprall zwischen einem Pkw und einem ODEG-Zug.

Der Pkw-Fahrer beachtete weder den Vorrang des Schieneverkehrs (Andreaskreuz) noch die Pfeifsignale der ODEG und fuhr scheinbar auch schneller als die zulässigen 10 km/h. Trotz sofort eingeleiteter Schnellbremsung durch den Triebfahrzeugführer konnte der Zusammenprall nicht verhindert werden.

Bei dem Unfall wurden leider zwei Pkw-Insassen getötet und zwei schwer verletzt. Der Triebfahrzeugführer erlitt einen Schock und befindet sich in medizinischer Betreuung, Fahrgäste des Zuges wurden nicht verletzt. Am Zug entstand erheblicher Sachschaden und am Pkw Totalschaden.

Der Zugverkehr war von 11:45 Uhr bis 15:30 Uhr unterbrochen; anstatt der Züge wurden von der ODEG Busse und Taxen zwischen Beeskow und Wendisch Rietz eingesetzt.

Der Bahnübergang Vorheider Weg ist nicht technisch gesichert. An der Straße sind Andreaskreuze aufgestellt, die den Vorrang des Schienenverkehrs kennzeichnen. Die zulässige Geschwindigkeit für Straßenverkehrsteilnehmer ist auf 10 km/h beschränkt und die Eisenbahnstrecke ist in beide Richtungen gut einsehbar. Die Züge müssen vor dem Bahnübergang zwei Mal Pfeifsignale geben, was auch in diesem Fall geschehen ist.

Die ODEG bittet erneut alle Straßenverkehrsteilnehmer um besondere Aufmerksamkeit beim Überqueren von Bahnübergängen. Die Bremswege von Schienenfahrzeugen sind immer länger als die von Kraftfahrzeugen und auch die Masseverhältnisse sind für Kraftfahrzeuge ungünstiger. Ein Pkw wiegt ca. eine Tonne, ein ODEG-Trieb­wagen wiegt ca. 45 Tonnen.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Kiehn unter 030 / 5 14 88 88-0 gern zur Verfügung.